quinta-feira, 29 de outubro de 2015

Os Piratas do Bom Jardim

Nicht lange nach unserer ersten Erzählung folgt nun ein zweiter Bericht.

Os Piratas do Bom Jardim

Weit weit weg auf der anderen Seite des Atlantiks fliesst der Fluss Parnaíba ins Meer. Schwimmt man Kilometer für Kilometer zwischen hungrigen Krokodilen, Piranhas und Wasserschlangen flussaufwärts, findet man irgendwo auf der linken Uferseite einen verlassen Wald. Cashew, Kokos, Kaktus und vermoderte Palmen wuchern hier wild durcheinander. Man sagt, dass die berüchtigten Süsswasserpiraten von Bom Jardim einen Schatz bewachen. Nur wenige Eindringlinge realisieren ihr Glück, denn der Schatz ist nicht sichtbar für jedes Auge. Um ihn zu sehen, braucht es Herz und drei Eimer voll Geduld.
Eines Tages ist die Kraft der ganzen Mannschaft gefragt: Ein abgeholztes Stück Wald sollte angezündet werden, um den Boden danach frisch zu bewirtschaften. Der Schatz von Bom Jardim könnte in Gefahr geraten – schwups – alle Piraten stehen bereit. Wasserkübel werden weitergereicht, Spritzkannen und Gartenschlauch in vollem Einsatz. Hinter dem Chalet knistern und knacksen die Flammen, Palmen fallen in sich zusammen. Die Piraten beweisen sich heldenhaft als Feuerdompteure und halten die Flammen in Schach.
Währenddessen befinden sich sechs grosse Piraten auf musikalischen Raubzügen im Süden des Landes. Die zweitägige Reise durch die Nacht mit Nachbarpiraten aus Teresina führt sie nach Uberlândia im Staat Minas Gerais zum grossen Treffen der Saitenkünstler! Von Morgen bis Abends wird mit Noten verhandelt und fleissig wird nach wertvollste Milliodien gegraben. Doch klimpern keine Goldmünzen in den Taschen, sondern Klänge in den Köpfen. Wer genau hinsieht merkt, dass die Piraten längst mit dem Schatz verwachsen sind. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann musizieren sie noch heute in Bom Jardim.

quinta-feira, 8 de outubro de 2015

Tutti Frutti


40km weiter auf der Landstrasse PI130 von der Stadt Teresina entfernt, einige frei umherspazierende Esel und Kühe später, findet sich ein Minicampus voller Möglichkeiten und Projekten. Der knallenden brasilianischen Hitze trotzen hier viele Bäume: Cashew. Mango, Mutamba, Guyaba, Palmen... Ausserdem gedeihen in einem sorgfältig gepflegten Garten Salat, Rosen, Cherrrytomätli, Teekrütli und Chabis. Mittendrin steht ein kleines Steinchalet, neuerdings als WG benutzt. Viele Mitbewohner fühlen sich hier wohl: Der Gecko sehnt sich im Kühlschrank nach schweizer Temperaturen und überlebt dieses Experiment leider nicht. Frisch und fröhlich hüpfen die kleinen Fröschlein von Lavabo zur Toilette und wieder zurück. Drei Fledermäuse fühlen sich doch etwas gestört durch die Klangwellen der Bratsche. Verwirrt flattern sie in den drei Räumen umher und ruhen sich tagsüber von den Strapazen an den Wänden aus. Nebenbei bleibt noch Platz für die zwei neuen exotischen Menschen, die hier hausen.
Im Schatten der kleinen Musikschule Tehillah blüht die Musik. Jeden Morgen um 7 treffen sich noch etwas verschlafen vier bis sechs Früchte, jede Frucht beherrscht ein Streichinstrument. Gemeinsam musizieren sie mit Bach und Telemann in den Morgen hinein und feilen an ihrem Rezept: Man nehme die richtige Mischung aus Intonation, Bogenstrich, Artikulation, Dynamiken ect., wirft alles in den Mixer und – plingpling!– fertig ist der Suco Tutti Frutti mit einzigartigem Klangaroma.
Liebe Grüsse

Tirza, Nora und die Aderen Früchte

Weitere Abenteuer:

Reise nach Uberlândia
Am 10 reisen wir nochmals nach Uberlândia zu einem Musikkurs. Tirza, Nora, Carina, Kelvin, Gilvan und Eduardo. 2 Tage mit dem Bus richtung Süden um eine Woche lang intensiv in Orchester und Kammermusikgruppen zu spielen. Tirza wird wieder unterrichten, wer weiss wie viele Schüler dieses Jahr dabei sein werden...




segunda-feira, 27 de abril de 2015

Zeitreisen-Weltreisen: Johann Sebastian Bach, Darius Milhaud und Eurico Carrapatoso


Die Reise ist geplant, das Ticket ist gekauft. Langsam vermischt sich die wachsende Vorfreude mit der Ahnung, dass leider auch Abschied nicht zu umgehen ist...


Gerne lade ich dich ein bei meinem Abschluss, am Mittwoch 27. Mai im Yehudi Menuhin Forum (Helvetiaplatz 6, Bern) dabei zu sein. 

Rezital im Rahmen der Masterthesis im 
Master of Arts in Music Pedagogy
Tirza Vogel, Viola
Studierend in der Klasse von Gertrud Weinmeister

Mitwirkende:
Igor Andreev, Klavier
Emilie Allie, Kontrabass

Hochschule der Künste Bern, HKB